Anzeige Nr. 1378
Gesucht wird: geb. Wicht, Carsten, Mirko
geb. am 02.09.1964 in Kühlungsborn
Gesucht von: Wicht, Selma geb. Holländer
geb. am 06.11.1939 in Bernotischken
Kontakt: webmaster@suchpool-ddr-buerger.info
Informationen zu geb. Wicht, Carsten, Mirko:
Ich suche meinen leiblichen Sohn.
Mein Sohn besuchte von 1963 bis zu seinen angeblichen Tod die Wochenkrippe “Haus Sonnenschein” in Kühlungsborn -West. Diese ist ganz dicht an der Endhaltestelle der Kleinspurbahn “Molli”
Dort war es üblich, dass alle Krippenkinder 2X die Woche vom Kinderarzt untersucht wurden, so auch am Vortag des vermeintlichen Todes meines Sohnes Carsten. Es wurde dort nichts festgestellt.
Am nächsten Tag soll der plötzliche Tod eingetreten sein.
2 Krippenerzieherinnen suchten mich in meiner Arbeitsstelle auf, doch keine der Beiden wollten mir die Nachricht vom Tod überbringen. So musste ich immerzu fragen, was passiert ist, keine rückte mit der Sprache raus.
Endlich nach langem fragen, sagte die eine Erzieherin, dass Carsten plötzlich verstorben sei.
Ich habe meinen Mann vom fraglichen Tod unseres Sohnes unterrichtet.
Wir beide wollten unseren Sohn sehen, was uns verwehrt wurde. Dadurch wurden wir skeptisch.
Man sagte uns, dass unser Sohn nach Rostock zur Obduktion gekommen sei.
Nach 10 Tagen wurde unser Sohn nach Bad Doberan überführt, wo auch die Bestattung erfolgen sollte.
Nur meine Mutter konnte unseren Sohn im noch offenen Sarg sehen und stellte fest, dass es nicht unser Sohn war. Der im Sarg befindliche Junge sah ganz anders aus und hatte die Größe eines 6 jährigen Jungen.
Bis zum Ableben meiner Mutter 1992 hörten wir immer von ihr, dass Carsten noch leben muss.
Nach der Wende sahen wir eine Fernsehsendung, in der berichtet wurde, dass zur damaligen Zeit Stasi- Mitarbeiter, deren Kind verstarb oder diese keine Kinder hatten, sich einfach Kinder aus Heimen oder Kinderkrippen holten und diese adoptierten.
So vermute ich ganz stark, dass mein Sohn irgendwann adoptiert wurde.
Hinzufügen möchte ich noch, dass wir keinen Befundbericht von der Obduktion aus Rostock erhielten.
6 Wochen nach dem fraglichen Tod wurden wir als Eltern zum Kreisarzt, Herrn Dr. Hoch bestellt. Er sagte uns, dass unser Sohn Bakterien in der Lunge hatte. dadurch soll der plötzliche Erstickungstod eingetreten sein.
Es ist sehr schön, dass alle, die einen Angehörigen vermissen, sich an Sie wenden können, um das Verschwinden eines Angehörigen aufzuklären.
Machen Sie bitte so weiter.
Auch ich bin gegen die Abschaffung der Abstammungsurkunde. Meines Erachtens ist es sehr wichtig, dass jeder genau seine “Wurzeln” herausfindet.
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich ganz herzlich im Voraus und grüße Sie.
S. Wicht
Mit freundlicher Genehmigung von Frau Selma Wicht.
